[[ Knoten ist offensichtlich geplatzt

derwesten.de berichtet:

Stillstand nach der Loveparade: Knoten ist offensichtlich geplatzt
Duisburg, 13.10.2010, Alfons Winterseel
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Knoten-ist-offensichtlich-geplatzt-id3828556.html
Agonie und Stillstand, so war zu erfahren,

von wem? O, verstehe, ganz geheimer Informantenschutz.

herrschten an der Spitze der Stadtverwaltung in den Wochen nach der Loveparade-Katastrophe.
Auch wenn es um Fragen zu wichtigen Projekten der Stadtentwicklung ging, die eigentlich Chefsache waren, mussten sich Gesprächspartner der Wirtschaft mit Vertretern der Entscheidungsträger der Stadtspitze zufrieden geben.

Vertreter der Entscheidungsträger der Stadtspitze. Kompliment für diesen tollen Genitiv, Herr Sick hätte sicher seine Freude daran.

Entsprechend verzögerten sich Entwicklungen, mindestens in einem Fall, so war zu hören,

Ich will ja nicht nerven, aber: Von wem war zu hören?

soll sich sich ein Unternehmen, das zunächst Interesse am Standort Duisburg zeigte, anders orieniert haben.

Was denn nun? Soll oder hat?
Dem Vernehmen anch, sollen bereits zahlreiche Einwohner Duisburg den Rücken gekehrt haben und in andere Städte umgezogen sein, weil sie mit ihrem Oberbrügermeister, ihrem Stadtrat und ihrer Tageszeitung nicht mehr zufrieden waren.

Doch seit der Expo Real in München scheint der Knoten geplatzt zu sein.

Weil im auf er Expo-Real kein Wind entgegenblies, weil Brandt und Osenger und Dressler auch da waren? Herr Sauerland geht noch immer den Bürgern aus dem weg, und diejenigen, die er in München traf, hätten mit jedem geredet, wenn Sie nur in DUisburg die schnelle, große Mark machen können.

So kommentierte zum Beispiel Dirk Dratsdrummer, Pressesprecher der „aurelis west“: „Wir freuen uns darüber, dass es seit der Messe wieder intensive Gespräche mit der Stadtverwaltung gibt.“
Auch die FDP hatte zuvor den Stillstand bemerkt und bemühte sich nach Angaben des Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Bies darum, die Gespräche schon vor der Expo Real wieder in Gang zu bringen.

Herr Bies schrieb mir am 5. August 2010:

Unbeschadet dieser Sachaufklärung vertrete ich die Meinung, dass der Oberbürgermeister – zumindest für eine lange Zeit – vollständig seine Reputation in dieser Stadt verloren hat.
Entweder hat er von den Sicherheitsbedenken und den klaren schriftlich festgehaltenen Positionierung von Herrn BG Dressler nichts gewusst oder er wurde von Beigeordneten hinters Licht geführt; dann hat der Oberbürgermeister „seinen Laden nicht im Griff“. Konsequenz: Rücktritt Oder er hat von den Problemen gewusst und sich über alle Bedenken hinweggesetzt. Dann hat er den Medien und der Bevölkerung die Unwahrheit gesagt; sich inkompetent über Bedenken hinweggesetzt. Konsequenz: Rücktritt

Tja, herzlichen Glückwunsch, Herr Bies, da sind Sie ja weit gekommen mit Ihren Vorsätzen. Weiter bei derwesten.de:

Dabei ist einiges zu tun: Allein „aurelis“ hat drei große Vorhaben in Duisburg: an der Wedau, am Holtkamp im Duisburger Norden und das „Nordquartier Duisburger Freiheit“. Für Gespräche mit potenziellen Investoren ist die Lage an manchen Stellen schwierig: Es gibt Ideen (Duisburger Freiheit) aber kein Planungsrecht. Hier, so ist aus Kreisen der Projektentwickler zu hören, seien nun Verwaltung und Rat gleichermaßen gefordert.

Verstehe ich das richtig? Aurelis fordert den Stadtrat und die Verwaltung auf, nun mal hurtig dafür zu sorgen, dass Sie Ihre Gewinne einfahren können? Aber die überlegen wahrscheinlich noch, wie man das am geschicktesten wieder mal am Bürger vorbei kungeln kann, denn einige, die passen ja mittlerweile auf, was die da so tun und lassen. Das wird in Zukunft schwieriger, das kann ich Ihnen, Aurelis, Stadtverwaltung und Stadtrat, sagen…

Neulich konnte ich Ihnen schon nachweise, den Lesern eine Multi-Developement-Werbebroschüre als Journalismus untergejubelt zu haben. Wer ist hier der echte Autor, Herr Winterseel?

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