[[ Bildungsstand und Formen des Protests

Mely Kiyak schreibt in der Frankfurter Rundschau (13. August 2011) über die Aufstände in England:

Die unterschiedlichen Protestformen sind abhängig von Einkommen und Bildungsstand der Massen. Die Mittelschicht gestaltet Plakate, wird in Talkshows eingeladen, schreibt Gastbeiträge in Zeitungen und meldet ihre Protestroute ordnungsgemäß an. Andere schütten ihr Herz in der Dunkelheit aus. Ein 14-jähriger Engländer, der sieht, wie die Welt um ihn herum aufgemotzt, saniert und mit Eichenholz veredelt wird, derweil ihm nur die beschissene Bushaltestelle als Treffpunkt bleibt, äußert seine Wut anders als ein schlecht bezahlter Ingenieur und Familienvater aus einer Nebenstraße des Tel Aviver Rothschild Boulevard oder ein Student aus Teheran.
Wir sollten aufhören, die einen mit Begriffen wie Plünderer und Randalierer zu entpolitisieren, während die anderen einer Demokratiebewegung zugeordnet werden, wo vielleicht sozioökonomische Aspekte im Vordergrund stehen.

http://www.fr-online.de/politik/meinung/liebe-unfreiheit-/-/1472602/9528426/-/index.html

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