[[ Wem gehört die Stadt?

Im Augenblick hat man den Eindruck, dass die SPD glaubt, ihr gehörte die Stadt. Schließlich hängt ihr OB-Kandidaten an jeder zweiten Laterne.
Gehört sie den Opernfreunden oder eher der freien Kulturszene oder einer der zahlreichen anderen Gruppen, die sich durch die Sparvorschläge der Verwaltung gegeneinander ausspielen lassen?
Oder gehört sie Kurt Krieger, dem Möbelinvestor, der das ehemalige Güterbahnhofsgelände gekauft hat?
Krieger hat den Dialog über die Gestaltung der Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade aufgekündigt. Die Gedenkstätte am Ort des
Geschehens wird, nach seinen Vorstellungen, auf engstem Raum in seinem Möbelparadies versteckt: Es bleibt ein kleines Loch im Boden, leicht übersehbar – als hätte es den 24.7.2010 nie gegeben. Niemand wird damit beim Shopping belästigt, niemand muss sich Gedanken machen, niemand ist verantwortlich.
Geichzeitig hat Krieger, neben vielen anderen Veränderungen gegenüber dem früher öffentlich ausgelegten Plan, die Höhe seiner Werbetafel von 45 Metern auf 92 Meter erhöht. Damit hat Duisburg – nach Abriss des Stadtwerketurms – eine neue Landmarke.

Also: Wem gehört die Stadt?

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