[[ Themen der Woche KW 11

1. Besetzung der Dezernenten Umwelt und Kultur
1.a. Kultur
Die SPD hat sich auf Thomas Krützberg als Nachfolger von Karl Janssen als Kulturdezernet geeinigt. Zuerst hatte ich gedacht, schlimmer als Janssen kann es nicht kommen, doch dann hörte ich, dass auch Heiko Blumenthal, Mitglied des Rates für die SPD und Fraktionsgeschäftsführer in Oberhausen als Kandidat gehandelt wird. Außerdem erzählte mir ein ehemaliger Duisburger Schulleiter, inzwischen Pensionär, OB Link habe ihn angerufen und ihm den Posten des Kulturdezernenten angeboten. Man sucht dringend einen parteilosen Kandidaten. Diese Suche ist wohl erfolglos geblieben.
Ich kenne Thomas Krützberg nicht. Aber ich denke, es hätte schlimmer kommen können. Der Chef geht und jemand aus der zweiten Ebene folgt ihm nach. Das ist durchaus konsequent. Schließlich gehören die Bereiche Jugend und Bildung ebenfalls zum Kulturdezernat. Angesichts der bisherigen Personalpolitik der SPD bleibt aber ein ungutes Gefühl. Wäre die Wahl auch auf Krützberg gefallen, wenn man ein anonymes Bewerbungsverfahren gewählt hätte?

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/jugendamtsleiter-soll-dezernent-werden-aimp-id7690016.html

1.b. Umwelt
Ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren hätte sicher auch den Grünen geholfen, die sich auf eine Kandidatin festgelegt haben, aber keine finden konnten. Jetzt droht, was bei den Duisburger Grünen immer dreut: Ein Streit zwischen Partei und Fraktion. Denn die Fraktion könnte sich einfach über das Nicht-Ergebnis hinwegsetzen und einen der vier Bewerber/innen aus der engeren Wahl vorschlagen.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/umwelt-dezernat-gruene-fanden-keine-geeignete-kandidatin-id7705138.html

PS: Am 12.06.2012 forderte die SPD-Fraktion im Bundestag: Zahlreiche Studien zeigen, dass mit anonymisierten Bewerbungen Diskriminierung aufgrund des Namens, Alters und Geschlechts abgebaut werden kann.

http://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/menschen-mit-migrationshintergrund-brauchen-neue-chancen-auf-dem-arbeitsma

Auch die Grünen fordern seit dem 17.04.2012: Jetzt ist die Zeit zum Handeln gekommen. Wenn der Abschlussbericht der Antidiskriminierungsstelle wirklich so positiv ausfällt, sollten grundsätzlich sämtliche Stellenausschreibungen des Bundes umgehend auf das anonymisierte Bewerbungsverfahren umgestellt werden. Denn warum sollte die Bundesregierung der Privatwirtschaft dieses Verfahren empfehlen, sich aber selber nicht daran halten?

http://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2012/april/anonyme-bewerbungen-zeit-zum-handeln_ID_408259.html

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