[[ Nennenswerte Kriminalität

Nach Worten der Duisburger Polizeipräsidentin Elke Bartels ist Duisburg eine vergleichsweise sichere, normale Stadt in der die Bürger sich in keiner Weise stärker bedroht fühlen müsse, als in anderen Städten. Gegen den NRW-Trend ist in Duisburg die Kriminalität teils sogar am stärksten Rückläufig.

Details finden sich unter:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/zahl-der-einbrueche-geht-zurueck-id7711812.html

den ganzen Bericht gibt es unter:

http://www.polizei.nrw.de/media/Dokumente/Behoerden/Duisburg/Kriminalitaetsbericht_2012.pdf

In dem Bericht geht es um Raub und Diebstahl, Sexualdelikte, Mord und Totschlag, um Drogen. Es ist gut, dass diese Zahlen veröffentlicht werden, rücken sie doch die vielfach empfundene Bedrohung in das Licht, in das sie gehören: Es handelt sich um eben genau das, eine persönliche Empfindung. Dass diese Empfindungen durchaus real sind, will ich nicht bestreiten. Aber ihre Ursachen sind es nicht. Und so können auch Maßnahmen gegen die vermutete Kriminalität nicht dazu beitragen, dieses Empfinden zu ändern.

Natürlich muss jeder Ladensdiebstahl geahndet und jeder Wohnungseinbruch verfolgt werden, zumal die psychologischen Folgen für die Betroffenen oftmals weit schwerwiegender sind als der materielle Verlust. In der geballten Darstellung einer Kriminalstatistik jedoch steckt auch immer die Gefahr, diese Art der Kriminalität über zu bewerten und gleichzeitig eine andere zu übersehen. Die Graubereiche der Kriminalität, die sich mit den Namen “Mercatorhalle”, “Küppersmühle” oder “Landesarchiv” umschreiben lassen, werden überhaupt nicht erfaßt, obwohl ihr gesamtgesellschaftlicher Schaden bei weitem höher ausfällt.

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